Yoga

Yoga ist eine indische philosophische Lehre, die eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen umfasst. Das Wort „Yoga“, das von dem Wortstamm „Yui“ (deutsch Joch, lat. „iugum“) abgeleitet wird, bedeutet anschirren oder anjochen. Mit dem Anjochen oder Anschirren ist einerseits die Beherrschung der Sinnestätigkeit gemeint, die Fähigkeit, das Bewusstsein nach innen zu lenken (Konzentration), andererseits die Rückanbindung an das Göttliche (lat. religio), die zur Erfahrung des eigenen Körpers und Geistes führt.

Im Laufe der Zeit haben sich viele verschiedene Yoga-Richtungen gebildet, die jede auf ihre Weise nach dem Einklang des Körpers mit dem Geist streben. Yoga ist keine spezifische Religion, wie oft angenommen, sondern eine spirituelle, psychologische, geistige und körperliche Disziplin, die sich mit verschiedenen geistigen und religiösen Strömungen verbunden hat.

Die wohl bekannteste Richtung ist der Hatha-Yoga (ursprüngliche Bedeutung Kraft, Gewalt). Der Hauptbestandteil dieser Arbeit sind Asanas (Körperstellungen) und Pranayama (Atemübungen, Atembeherrschung).

Meine Grundlage ist der Integrale Yoga nach Sri Aurobindo.
Das Ziel des Integralen Yoga besteht darin, Gott und Natur in einem befreiten und vollkommen gewordenen menschlichen Leben zu vereinen und die Harmonie zwischen inneren und äußeren Tätigkeiten und Erfahrungen nicht nur zu erlauben, sondern sie in der göttlichen Vollendung beider zu fördern. (Sri Aurobindo) Yoga, im integralen Sinn, umfasst das ganze Leben. Die Verrichtung unserer beruflichen Tätigkeiten, die stille Meditation, die Praxis von Körperübungen und Atemtechniken, selbst der Schlaf sind Bestandteile des Yoga. Alles Leben ist Yoga.